Gewöhnungsbedürftig aber ein Spannungsbogen vom ersten bis zum letzten Punkt

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Schorndorf/Jena. An so manches müssen sich die Zuschauer und Jenaer Spieler der 2. Badminton Bundesliga erst gewöhnen. Drei Gewinnsätze bis 11 Punkte, da wiegen einfache Fehler wie zum Beispiel ein vergeigter Aufschlag oder ein ins Aus geschmetterter Ball umso schwerwiegender. Auch die Wertung für das Gesamttableau ist eine andere. Unentschieden gehören in den Eliteklassen des Deutschen Badmintonsportes seit 2016/2017 der Vergangenheit an, da nur noch sieben Spiele ausgetragen werden. Bei einem Endstand von 7:0 bzw. 6:1
erhält der Sieger drei Punkte. Geht die Partie 5:2 aus, werden dem Gewinner zwei Punkte zugesprochen. Bei eine 4:3 bekommt der Gewinner zwei Punkte und der Unterlegene einen Punkt.
Die Veränderungen sollen die Punktspiele attraktiver machen, die Spannung fördern, die Spieler anregen um jeden Punkt zu fighten - auch wenn über Sieg und Niederlage im Mannschaftsspiel schon entschieden ist.

Vergangene Saison wurde ein Traum war. Die junge ambitionierte Mannschaft um Kapitän Moritz Predel wollte unbedingt den Sprung in das Badmintonunterhaus schaffen, Zweitligaluft schnuppern. Groß die Freude am Saisonende als dieses Unterfangen gelang. Gelder mussten beschafft werden um die Mehrausgaben in der 2. Bundesliga zu stemmen, neue Spieler akquiriert werden. Glücklich waren die Saalestädter über die gelungen Verpflichtungen von Maria Kuse (ehemals Lok Staßfurt / LV Sachsen-Anhalt) und Julian Voigt, beide ehemalige Jenaer Sportgymnasiasten. Der gebürtige Jenaer Julian Voigt, der bereits ein Länderspiel im Erwachsenenbereich in seiner Vita vorweisen kann, trainiert gegenwärtig am Olympiastützpunkt in Saarbrücken und kam vom nordrheinwestfälischen BC Hohenlimburg zurück. U17-Nationalspielerin Maria Kuse wechselte mit Beginn des neuen Schuljahres an das Deutsche Badminton Zentrum in Mülheim an der Ruhr und ihr Vereinsdress zu Gunsten der Jenaer.

An diesem Wochenende war es soweit. In der 2. Bundesliga gab es den ersten Schlagabtausch. Einen doppelten für die Jenaer. Am Samstag führte der Weg zum Tabellenvierten des Vorjahres, der SG 1846 Schorndorf. Es sollte ein erfolgreicher Einstand in die 2. Bundesliga werden, denn Jena gewann mit 5:2. Nicole Bartsch und Jana Voigtmann sorgten für den ersten Jenaer Bundesligapunkt in der Saison 2017/2018, für den sie vier Sätze benötigten. Ebenfalls vier Sätze absolvierten Julian Voigt und Stefan Adam im 1. Herrendoppel, sowie Johann Höflitz/Moritz Predel im 2. Herrendoppel. Für die Zähler vier und fünf sorgten Nicole Bartsch, die das Dameneinzel in vier Sätzen gewann, sowie Julian Voigt und Mixedpartnerin Jana Voigtmann, die in drei Sätzen das gemischte Doppel nach Hause holten. In den anschließenden beiden Herreneinzeln mussten sich Johann Höflitz und Moritz Predel beugen.

Wenig Erholung blieb dem Team nicht, denn bereits am Sonntag stand das nächste Spiel an. Dieses Mal zu Hause vor heimischen Publikum in Jena. Der TV 1884 Marktheidenfeld war zu Gast, der genau wie die Jenaer den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatten. In den Reihen der Gäste war mit der gebürtigen Erfurterin Jule Keil auch ein bekanntes Gesicht zu finden. Bei den Jenaern konnte Maria Kuse auflaufen, die am Vortag noch fehlte, da sie mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft bei den Belgian Juniors am Start war.
Es knisterte in der Partie gegen die Unterfranken. Ein Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte, aber so ist das im Sport. Einmal gewinnt man, einmal verliert man. Während Stefan Adam/Julian Voigt und Moritz Predel/Johann Höflitz ihre Spiele gewinnen konnten, mussten sich Maria Kuse und Nicole Bartsch in fünf Sätzen geschlagen geben. Zudem mussten sich Stefan Adam und Maria Kuse in ihren Einzeln beugen, so dass es zwischenzeitlich 2:3 aus Sicht der Gastgeber stand. Julian Voigt und Jana Voigtmann sorgten im Mixed für den 3:3 Ausgleich. Nun ruhte die Last im 1. Herreneinzel auf den Schultern von Johann Höflitz. Eine Last die jeder, der schon einmal in der Situation war, kennt. Man will die Fans und die Mannschaft nicht enttäuschen, nicht zuletzt sich selbst. Nach gewonnenem ersten Satz, unterlag er in den beiden folgenden Sätzen. Den vierten sicherte er sich mit 12:10 in der Verlängerung. Trotz der Anfeuerung der Zuschauer sollte es am Ende nicht reichen. Denn Satz fünf ging mit 9:11 an seinen Gegner.
Ein packendes Duell ging zu Ende, das die Gäste des TSV 1884 Marktheidenfeld mit 4:3 für sich entschieden.

Für den SV GutsMuths Jena endete damit das erste Bundesligawochenende 2017/2018 mit einem Sieg, einer Niederlage und drei Pluspunkten für das Tableau. Damit rangieren die Saalestädter auf nach dem ersten Wochenende auf Tabellenplatz vier.

Die nächsten Spiele stehen am 8. Oktober auf dem Programm. Dann reisen die Jenaer zum TSV Neubiberg/Ottobrunn 1920.

Zu den Spielen der Jenaer:


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