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Nach einer neunmonatigen Qualifikationsphase mit Turnieren in ganz Deutschland spielten die jeweils besten 16 Jungen und Mädchen Deutschlands am Wochenende in der "Badmintonhauptstadt" Mülheim die diesjährige inoffizielle Deutsche Meisterschaft der Altersklasse 11 aus.
Durch die lange Qualifikationsphase spielten sich auch 2 Frankenhäuser Talente. Mit Setzplatz 3 ging Satine Tobien aussichtreich ins Rennen. Anatoli Loukidou hatte mit Setzplatz 5 ebenfalls eine sehr gute Ausgangsposition inne.

Der Turniersamstag begann mit den Gruppenspielen im Einzel. Hier kämpfte Satine in einem zähem Beginn und Satzrückstand gegen Sarah Keo Boun Khoune aus Niedersachsen. Der enorme Druck, den der Saisonhöhepunkt dem Quirl aus der Kurstadt machte, war hier zu erkennen. In den folgenden beiden Sätzen konnte Satine das Spiel aber drehen und gewann auch die folgenden beiden Partien gegen Nadja Christin Reihle aus BadenWürttemberg und Amra Bourrakadi aus Nordrheinwestfalen. Damit Stand sie im Viertelfinale. Anatoli Loukidou gewann ihre beiden Auftaktspiele gegen Aurelia Wulandoko aus Bayern und Alessia Viaccava aus Hamburg sicher. Im Dritten Gruppenspiel hatte es Tola mit Joleen Pfeiffer aus Sachsen zu tun, die mit Setzplatz 2 ins Turnier gestartet war. Unter den Augen von Bundestrainer Detlef Poste entwickelte sich ein spannendes Spiel mit immer wechselnder Führung. Nach gewonnenem 1. Satz hatte Anatoli die Überraschung in den Händen. Zwei Matschbälle konnte sie im 2. Satz nicht verwerten und verlor diesen denkbar knapp mit 21:23.
Ihre technischen Defizite glich Anatoli mit Schnelligkeit und Kampfgeist aus. Im Entscheidungssatz wechselte die Führung ständig. Auch hier hatte die Kurstädterin wieder 1 Matchball. Diesen konnte sie abermals nicht verwerten. Nachdem sie ihrerseits 3 Matchbälle ihrer Gegnerin abwehren konnte, musste sie sich dann schlussendlich mit 22:24 geschlagen geben. Die Viertelfinalteilnahme war dennoch mit Gruppenplatz gesichert.

Hier hatte Anatoli mit Eva Stommel aus Berlin beim 21:16 und 21:11 kein Problem und einen Halbfinalplatz sicher. Satine musste gegen Sanchi Sadana aus Hessen ran. Trine kam überhaupt nicht ins Spiel und verlor folgerichtig den 1. Satz mit 11:21. Auch im 2. Satz das gleiche Bild. Eigentlich waren beim Stand von 11:17 und den mentalen Problemen der Kurstädterin die Siegchancen dahin, aber plötzlich besann sich Satine auf ihre Stärken und spielte die Bälle, die genau richtig waren. Punkt für Punkt kämpfte sie sich heran und wehrte zudem noch 2 Matchbälle der Hessin ab. Der Satzausgleich gelang ihr mit 24:22. Genauso nervenaufreibend gestaltete sich der Entscheidungssatz. Bis zum Stand von 17:17 wechselte die Führung ständig. Das bessere Ende hatte dann Satine mit 21:18 und damit ebenfalls Halbfinale. Mit der Euphorie dieses, für das Ego wichtigen Sieges, ging Satine ins Halbfinale gegen J. Pfeiffer und ließ ihr im 1. Satz mit 21:13 keine Chance. Dies ließ ihre Doppelpartnerin des kommenden Turniertages aber nicht auf sich sitzen und gewann den 2. Satz ebenso deutlich mit 21:14. Der Entscheidungssatz war dann wieder nichts für schwache Nerven. Nach ausgeglichenem Spiel konnte Satine dann den 4. Matchball unter dem Jubel der Betreuer und Thüringer Zuschauer um Landestrainer Mathias Jauk und einigen Erfurter Badmintonfans verwandeln. Anatoli konnte im anderen Halbfinale gegen die technisch stark aufspielende Lara Dreessen aus Hamburg beim 9:21 und 18:21 nur im 2. Satz mithalten. Nach den anstrengenden Vier Spielen zuvor, ließen die Kräfte nach. Dies war dann im Spiel um Platz Drei besonders deutlich zu sehen. Im 1. Satz hielt Tola das Spiel Match beim 19:21 noch offen, um den 2. Satz klar mit 10:21 gegen J. Pfeiffer zu verlieren.
Satine startete hoffnungsvoll ins Finale gegen L. Dreessen. schnell war zu sehen, dass aber auch hier auf dem Weg ins Finale zu viel investiert werden musste und der Akku einfach leer war. So musste sich Satine der Hamburgerin diesmal mit 12:21 und 13:21 klar geschlagen geben.
Trotzdem ein herausragendes Ergebnis der beiden Mädels aus Bad Frankenhausen. Satine schaffte mit dem "Vizemeistertitel" sogar Historisches. Erstmals steht ein Sportler aus der Kurstadt bei einem nationalen Championat im Einzel auf dem 2. Siegerpodest.
Nach dem Turnier durften die Kinder dann den Profil live und hautnah beim den YONEX German Open zuschauen. So spielte und gewann die Olympiasiegerin und Weltmeisterin Carolina Marin aus Spanien.

Am nächsten Tag fanden die Wettkämpfe im Doppel satt. Hier hatten Satine Tobien und Joleen Pfeiffer nach der Qualifikationsphase sogar Setzplatz Eins inne. Anatoli Loukidou mit Alessia Viaccava wurden auf Setzplatz Vier geführt. Die Auftaktspiele wurden von unseren Mädchen zwar gewonnen, aber es lief nicht rund. Nach dem Einzug ins Halbfinale warteten Amar Bourrakadi und Marie Stern auf Anatoli Loukidou und Alessia Viaccava. Mit 21:14 und 21:2 wies das eingespielte Doppel aus NRW unser Team deutlich in die Schranken. Satine Tobien und Joleen Pfeiffer spielten gegen Lara Dreessen und Eva Stommel, gegen die sie in der Qualifikationsphase immer knapp gewinnen konnten. Diesmal sollte es nicht reichen. Abstimmungsprobleme und falsche Entscheidungen kosteten den Finaleinzug. Man musste die Norddeutschen mit 14:21; 21:16 und 17:21 ziehen lassen. Im Finale behielten die Mädels aus NRW die Oberhand.
Im Spiel um Platz Drei zeigte dann Anatoli Loukidou noch einmal eine Energieleistung. Erstmals in der Saison konnte sie mit ihrer Partnerin die hoch gehandelten S.Tobien/ J. Pfeiffer schlagen. Glücklich feierte sie den denkbar knappen Sieg. (23:21; 21:19)
Damit Platz Drei und Vier für die Mädels der VSG 70 Bad Frankenhausen im Doppel. Eltern und Betreuer freuten sich über diesen Erfolg, haderten aber auch mit den vergebenen Möglichkeiten. Damit sieht man auch das gehobene Anspruchsdenken im Trainerteam des Vereins. Schon am folgenden Montag geht es mit Training und Alltag weiter. Es gilt die Motivation dieser Jahreshöhepunkt zweifellos gibt, mitzunehmen und die nächsten Aufgaben in Angriff zu nehmen.

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