Eine Woche Spitzen-Badminton in der Saarlandhalle geht zu Ende. Die
beiden Einzel-Titel bei den HYLO Open presented by VICTOR gehen
nach Indien, in den Doppel-Disziplinen jubeln Dänemark, Frankreich und
Indonesien.
Den Beginn machte die ehemalige Weltmeisterin und zweifache
Olympia-Medaillengewinnerin PV Sindhu. Die Inderin setzte sich in zwei
Sätzen gegen Line Kjaersfeldt aus Dänemark durch (21:12, 21:14).
Sindhu, die im ganzen Turnier keinen einzigen Satz verlor, sagte: „Es war
eine fantastische Woche. Dass ich hier eine Medaille um den Hals hängen
habe, sagt alles über meine Freude. Ich bin auch sehr dankbar für mein
Team, das mich über die Woche begleitet hat.“
Während Sindhu ihren ersten Titel in der Saarlandhalle feierte, kannte
Lakshya Sen das Gold-Gefühl in Saarbrücken bereits. 2019 hatte der
indische Einzel-Spezialist das Turnier gewonnen. Durch das 21:17 21:10
gegen Vorjahressieger Jonatan Christie stand Sen am Sonntag das
zweite Mal ganz oben auf dem Treppchen. Sen sagte: „Seit meinem
ersten Sieg in Saarbrücken bin ich reifer und erfahrener geworden. Ich
komme immer gerne hier her. Inzwischen ist es ein Super-500-Turnier,
das ist noch eine größere Motivation, hier zu spielen.“
Überhaupt ihren ersten Titel auf der World Tour feierten die Dänen
Rasmus Kjaer und Christian Faust Kjaer. Das Duo, das seit knapp einem
Jahr gemeinsam spielt, setzte sich gegen Ben Lane und Sean Vendy
durch (21:14, 21:18). „Der Titel zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg
sind“, sagte Rasmus Kjaer. Und sein Doppel-Partner ergänzte: „Ich kann
immer noch nicht glauben, was passiert ist. Es ging alles so schnell, aber
wir sind super stolz auf unsere Leistung. Das erste Bier gibt’s so schnell
wie möglich.“
Weltmeisterlicher Triumph im Mixed-Doppel. Thom Gicquel und
Delphine Delrue lieferten sich die einzige Dreisatz-Schlacht des
Finaltages und rangen die Dänen Jesper Toft und Amalie Kudsk nieder
(19:21, 22:20, 21:18). Schon im Halbfinale standen die französischen
Weltmeister mehr als eine Stunde auf dem Court. Gicquel scherzte: „Wir
mögen es einfach, lange Matches zu spielen. Es war körperlich und
mental sehr hart, wir mussten viel kämpfen.“ Ende des dritten Satzes
plagten Delrue Knöchelprobleme – sie biss sich durch. „Uns haben noch
drei Punkte gefehlt, ich habe einfach nochmal alles rausgehauen“, sagte
sie.
Und der Titel im Damen-Doppel ging in diesem Jahr nach Indonesien.
Amallia Pratiwi und Siti Ramadhanti setzten sich gegen die
Taiwanesinnen Hsu Yin-Hui und Lin Jhih Yun durch (21:18, 21:19). „Es ist
ein besonderes Gefühl. Das Finale hat viel Spaß gemacht und wir haben
es genossen“, sagte Ramadhanti. Die nächsten HYLO Open finden vom
26. bis zum 31. Oktober 2027 statt – natürlich wieder in Saarbrücken.
Fotos: Sven Heise
Text: Tom Kuehner
Zu den Ergebnissen der HYLO Open 2026 presented by VICTOR geht es hier.




