Willi Braun und Gisela Hoffmann ebenfalls neu in der deutschen Ruhmeshalle geehrt
Ein besonderer Höhepunkt im Rahmen der HYLO Open 2026 in Saarbrücken war am Samstag die Aufnahme dreier herausragender Persönlichkeiten in die „Hall of Fame des Deutschen Badmintonsports“. Vor den Halbfinalspielen wurden Marc Zwiebler, Willi Braun und Gisela Hoffmann für ihre außergewöhnlichen Verdienste um den Badmintonsport geehrt.
Während es auf internationaler Ebene bereits seit vielen Jahren eine „Hall of Fame“ gibt, wurde eine solche Ruhmeshalle für den deutschen Badmintonsport erst im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Initiiert wurde das Projekt vom Club der Deutschen Meister. Zu den fünf Gründungsmitgliedern zählen Hans Riegel, Irmgard Gerlatzka, Wolfgang Bochow, Monika Cassens und Siegfried Maywald.
Mit den drei Neuaufnahmen wächst dieser besondere Kreis nun um weitere bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Badmintongeschichte.
Marc Zwiebler: Eine herausragende Spielerkarriere
Als einziger der drei neuen Mitglieder konnte Marc Zwiebler persönlich in Saarbrücken anwesend sein. Der gebürtige Bonner, der viele Jahre in Saarbrücken gelebt hat, zählt zu den erfolgreichsten deutschen Badmintonspielern aller Zeiten.
Zu seinen größten Erfolgen gehören der Gewinn der Europameisterschaft 2012 sowie zahlreiche internationale Erfolge. Dreimal nahm Zwiebler an Olympischen Spielen teil. Mit insgesamt neun deutschen Meistertiteln im Herreneinzel ist er Rekordmeister in dieser Disziplin. Über viele Jahre gehörte er zur internationalen Weltspitze und prägte den deutschen Badmintonsport nachhaltig.


Willi Braun: Europameister und vielfacher Deutscher Meister
Ebenfalls neu in die Hall of Fame aufgenommen wurde Willi Braun aus Wolfsburg. Neben zahlreichen deutschen Meistertiteln feierte er seine größten internationalen Erfolge gemeinsam mit Roland Maywald. Das Duo gewann 1972 und 1974 die Europameisterschaft im Herrendoppel und schrieb damit deutsche Badminton-Geschichte.


Gisela Hoffmann: Eine prägende Persönlichkeit des europäischen Badmintonsports
Mit Gisela Hoffmann aus Krefeld wurde zudem eine Persönlichkeit geehrt, die den europäischen Badmintonsport über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Sie war bis 2003 insgesamt 17 Jahre lang Generalsekretärin des Europäischen Badminton-Verbandes (BE). Was zunächst mit der Organisation der Verbandsgeschäfte aus ihrer privaten Wohnung in Krefeld begann, entwickelte sich zu einer professionellen Verbandsstruktur. Gisela Hoffmann war schließlich die erste hauptamtliche Beschäftigte des europäischen Verbandes.
Willi Braun und Gisela Hoffmann konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an der Ehrung in Saarbrücken teilnehmen. Ihre Urkunden werden ihnen nachträglich überbracht.


Würdigung durch den Club der Deutschen Meister

Die Ehrung in Saarbrücken wurde vom Vorsitzenden des Clubs der Deutschen Meister, Helmut Ufermann, und dem Journalisten Bernd-Volker Brahms vorgenommen. Brahms hatte die Initiative zur Gründung der deutschen Hall of Fame maßgeblich auf den Weg gebracht. Ebenfalls an der Ehrung beteiligt waren Claudia Pauli, Chefredakteurin der Badminton Sport, sowie Andreas Sievers als Vertreter des Hauptsponsors Victor.
Mit der Aufnahme von Marc Zwiebler, Willi Braun und Gisela Hoffmann werden drei ganz unterschiedliche, aber gleichermaßen beeindruckende Lebenswege und Verdienste gewürdigt. Sie stehen stellvertretend für die sportlichen Erfolge, das ehrenamtliche und organisatorische Engagement sowie die Entwicklung des Badmintonsports in Deutschland und Europa.
Die „Hall of Fame des Deutschen Badmintonsports“ setzt damit ein wichtiges Zeichen: Sie bewahrt die Erinnerung an herausragende Persönlichkeiten und macht deren Leistungen für kommende Generationen sichtbar.
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Bilder Sven Heise und Bernd-Volker Brahms
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